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Beheizung von Wintergärten

Damit das Klima im Wintergarten ganzjährig behaglich ist, muss er beheizt werden.  Grundsätzlich sind drei Dinge zu beachten. Eine ausreichenden Dimensionierung der Heizleistung, die richtige Wahl der Beheizart und die richtige Positionierung der Heizkörper.

 Am besten kontaktiert man einen Installations-Fachbetrieb, der die Berechung der Heizleistung, die Auswahl der Heizungsart und die fachliche Montage übernimmt. Er garantiert auch für das richtige Funktionieren der Heizanlage!

Die erforderliche Heizleistung für den Wintergarten aus Aluminium und Wärmeschutzglas beträgt  ca. 350 Watt pro Quadratmeter, 3,5 mal soviel wie für herkömmliche Wohnräume!

Vielfach möchten die Bauherrn nur eine Fußbodenheizung installieren, weil sie sich im Boden versteckt und keine Platz im Wintergarten verschwendet.  Allerdings reicht die Heizleistung einer Fußbodenheizung mit ca. 80 W/m2 nicht aus, um schnell einem Temperaturabfall am Abend oder im Winter zu entgegnen.

Heizkörper und Bodenkonvektoren sind für die Beheizung des Wintergartens wesentlich besser geeignet. Sie können ausreichend dimensiniert werden und reagieren sehr schnell, wenn sie mit heißem Wasser druchflossen werden.

Schnell ist deshalb so wichtig, weil die Temperatur im Wintergarten sehr schnell sinkt, wenn die Sonne von Wolken verdeckt ist oder abends untergeht. Es fehlt an Speichermasse (Mauerwerk), die die gespeicherte Wärme nachts in den Raum abgeben könnte. Daher ist die Anforderung an das Heizsystem, die Luft im Wintergarten rasch zu erwärmen und die Abstrahlung des kalten Glases zu unterbinden.

Am Morgen, wenn die Sonne wieder in den Wintergarten scheint, erwärmen die Sonnenstrahlen die Luft sehr schnell und die Heizkörper müssen schnell auskühlen, damit eine Überhitzung der Raumluft verhindert wird. Eine Fußbodenheizung, die mit ca. 25°C betrieben wird, braucht viel Zeit um den Boden (Estrich und Fliesen) zu erwärmen. Morgens braucht der Boden sehr lange um sich wieder ab zu kühlen.

Daher die Entscheidung zu schnell reagierenden Heizsystemen, die sinnvollerweise an der niedrigsten Stelle des Wintergartens (meist vorne) montiert werden müssen. Somit ist eine ausreichende Raumluftumwälzung gewährleistet.

Zu erwähnen ist noch, dass sich höchstwahrscheinlich an der Innenseite am Glas und der Konstruktion Kondensat bilden wird, wenn der Wintergarten nicht oder falsch beheizt wird. Auch regelmäßiges Lüften ist  für angenehmes Wintergartenklima wichtig. Denn Pflanzen und Menschen tragen zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit bei. Wenn diese einen bestimmten Prozentsatz erreicht und die Wände zu kalt sind, bildet sich Kondensat.  Austausch der feuchten Luft im Wintergarten, gegen kalte, trockene Luft von draußen, kann diesen physikalischen Vorgang mindern.